06.07.2018 Freitag Mit Ihrem ‚Nein‘ helfen Sie uns, Bonn zu bewegen!

Seit heute verschickt die Stadt Bonn an alle stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bonn die Wahlunterlagen zum Bürgerentscheid bezüglich des geplanten Wasserlandbades.

Die Initiatoren des Bürgerentscheides haben nur eines zum Ziel, nämlich den Neubau eines Schwimmbades im Sportpark Wasserland (und damit den dringend notwendigen ersten Schritt im inzwischen schon Jahre dauernden Prozess der Erneuerung der Bonner Bäderlandschaft) alternativlos zu stoppen.

Wir, die DLRG Bonn, stehen ausdrücklich für den geplanten Neubau und bitten Sie um Ihr ‚Nein‘ im Bürgerentscheid.

In den letzten Jahren ist es aufgrund der maroden Bausubstanz und der veralteten und störanfälligen Technik der alten Bonner Bäder regelmäßig und in immer kürzer werdenden Abständen zu langdauernden Bäderschließungen gekommen. Diese Schließungen hatten und haben für die Schulen, Vereine und Hilfsorganisationen sowie für alle schwimmbegeisterten Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen katastrophale Auswirkungen:

Kursangebote mussten unterbrochen, vorzeitig beendet und in größerem Umfang abgesagt werden. Aufgrund der langen Wartelisten im Bereich der Anfängerschwimmausbildung war und ist ein einfaches Verlegen unserer Schwimmkurse in andere DLRG-Ausbildungszentren innerhalb und auch außerhalb Bonns (Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Heimerzheim) nicht möglich. Auch im Bereich der für viele Institutionen (wie Polizei, Feuerwehren, Bäderbetriebe, Schulen, Schwimmvereine, Träger der Jugendhilfe etc.) unabdingbaren Ausbildung von qualifizierten Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern kam es immer wieder zu erheblichen Einschränkungen und zu einem deutlichen Rückgang der Ausbildungszahlen.

Nach inzwischen schon jahrzehntelang andauernden Diskussionen über das Bäderkonzept der Stadt, gefühlt unzähligen Bädergutachten und einer sich kontinuierlich verschlechternden Gesamtsituation besteht mit dem Bau des neuen Schwimmbades nun die greifbare und realistische Chance, diesem aus unserer Sicht unhaltbaren Zustand spürbar entgegenzuwirken und eine echte Trendwende herbeizuführen. Aus unserer Sicht, aber auch aus der Sicht der Planer, ist das neue Bad nicht abschließende Lösung, sondern ein wichtiger Baustein für ein neues und zukunftweisendes Bäderkonzept.

Uns verärgern die von den Gegnerinnen und Gegnern des Bades aus unserer Sicht zum Teil bewusst gestreuten Fehlinformationen, die sich an zwei einfachen Aussagen aufzeigen lassen:

„Das geplante Wasserlandbad ist ein Spaßbad!“

Richtig ist: Das neue Bad soll aufgrund seines geplanten Familien- und Freizeitbereiches deutlich an Attraktivität für die Badegäste gewinnen und wird auch über moderne schwimmbadtechnische Attraktionen verfügen.

ABER: Das neue Bad wird gleichermaßen über eine große Wasserfläche in einer Vielzahl an Sport-, Lehrschwimm- und Mehrzweckbecken verfügen, die hervorragende Bedingungen für eine qualifizierte Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowohl für Schulen als auch für Vereine bieten. Die zuletzt kursierende Bemerkung, das neue Bad riskiere das Leben von Menschen, da es die Bedingungen für das Schwimmenlernen verschlechtere, ist sachlich falsch! Wir verurteilen sie scharf!

In alle Planungen sind in einem beispiellosen Bürgerbeteiligungsverfahren die Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Hilfsorganisationen und Schulen einbezogen worden. Wir als DLRG wurden unter den Aspekten Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, Sicherheit im Schulschwimmen, Barrierefreiheit und Wettkampfsport aktiv eingebunden. Der Planungsstand trägt aus unserer Sicht die deutliche Handschrift eines verantwortungsvollen Planungsprozesses, der alle potenziellen Nutzer sowie Fachleute für Bädersicherheit und Schwimmsport gleichermaßen berücksichtigt hat.

 

„Das geplante Wasserlandbad ist ein Zentralbad!“

Richtig ist: Das neue Bad wird aufgrund seiner zentralen Lage im Stadtgebiet für Bürgerinnen und Bürger aller Stadtteile gleichermaßen gut erreichbar sein.

ABER: Mit dieser Aussage soll der Eindruck geweckt werden, dass das neue Bad die alten Stadtteilbäder ersetzen und es somit nur noch ein zentrales Großschwimmbad für Bonn geben soll. Diese Aussage ist irreführend und falsch, da – unabhängig vom Neubau des Wasserlandbades – die Bäder, die saniert werden können und sollen (z.B. Beueler Bütt und Hardtbergbad), erhalten bleiben. Auch die seitens der Stadtschulpflegschaft geäußerte Befürchtung, dass der ohnehin unter den massiven Bäderschließungen leidende Schulschwimmunterricht durch das neue Bad weitere Einschränkungen erfährt, weil dann der Großteil der Schülerinnen und Schüler der Stadt mehr Zeit im Bus auf der Anreise zum Bad als im Wasser zubringen würde, teilen wir ausdrücklich nicht! Hier vertrauen wir den Verantwortlichen in Stadt, Schulamt und Schulaufsicht, dass die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Situation im Schulschwimmen mit den dann zur Verfügung stehenden Ressourcen im Vergleich zum heutigen Stand nachhaltig zu verbessern.

 

Jede Stimme wird gebraucht: Wir bitten Sie daher um Ihr „Nein“ im Bürgerentscheid!

 

Ihre DLRG Bonn

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