Umbruch und Konsolidierungsphase

Die kommunale Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen, durch die ab 1974 viele Mittelstädte ihre Selbstständigkeit verloren, und die Bezirksverfassung in den kreisfreien Städten waren Vorbild für die Umstrukturierung von DLRG-Bezirken. Der damalige Landesverbandsleiter Jan Schmitz – zugleich hiesiger Bezirksleiter – erprobte das modellhaft in Bonn.
Nach der 1978 in Kraft getretenen neuen Bezirksverfassung wurden die fünf selbstständigen Ortsgruppen aufgelöst und als unselbstständige Ausbildungszentren mit den fünf Stützpunkten verwaltungsmäßig unter dem Dach des DLRG Bezirks Bonn zusammengefasst. Dieser Kraftakt mutete den Mitgliedern und Aktiven viel zu. Nicht alle wollten den Weg in die neue Zeit mitgehen – die Zahl von 4.500 Mitgliedern (1975) hat der Bezirk später nicht mehr erreicht. Aus heutiger Sicht sind die damals etablierten Strukturen aber nicht mehr wegzudenken, weil sich sich als besonders effektiv für Zusammenarbeit und Koordination des Vereins im Bonner Einzugsgebiet erwiesen haben.
Im Jahr 1977 stellte sich Jan Schmitz nicht mehr zu Wiederwahl als Bezirksleiter. Es folgten unruhige Zeiten mit häufigen Wechseln in diesem Amt: Hermann Josef Wirtz (1977-79), Peter Heidinger (1979-81), Hans Blesgen (1981-84), Rolf Miesen (1984-86).

Einen Höhepunkt in den 1970er-Jahren bildete der umfangreiche Wachdienst am Rhein und dem Rheinauen-See während der Bundesgartenschau 1979 in Bonn.

Nach der Wahl von Walter Hirschmann, Bezirksleiter von 1986-93, kehrte wieder Ruhe in den Bezirk ein. Die Weiterentwicklung der Bezirksverfassung und -struktur wurde angepackt und schließlich 1993 mit einer bezirksinternen Verwaltungs- und Finanzreform abgeschlossen. Im gleichen Jahr löste Klaus-Peter Hentschel, bis dato Stellvertreter, Walter Hirschmann als Bezirksleiter ab.